| Geliebtes Herrchen,
ich danke Dir, für all was Du Gutes an mir tatest.
Du gabst mir ein schönes Zuhause, wenn auch nur
von kurzer Dauer, denn ich sollte ja umziehen in ein
anderes Zuhause. Doch dann schlug das Schicksal zu,
Du verlorst, Sohn und Frau. Plötzlich war alles
anders. Du gabst mich ständig zu fremden Menschen.
Warum? War ich Dir im Weg?
Alle halfen, ein neues Zuhause für mich zu finden.
Doch es war nicht einfach. Dauerte es Dir zu lange?
Warum warst Du so ungeduldig?
Du merktest nicht einmal mehr, dass ich mich nicht wohl
fühlte.
Ich litt, ich biss mir den After kaputt, da ich Schmerzen
hatte.
Gut, Du brachtest mich zum Tierarzt, liessest meine
Wunden behandeln.
Aber meine Seele hast Du nicht behandelt. Du gabst mich
in meinem Leid wieder mal in fremde Hände. Warum?
Dann, als es nicht mehr anders ging, der Schmerz war
zu gross, zu gross die Pein, bist Du den letzten Weg
mit mir gegangen und schicktest mich durch das Tor über
die Regenbogenbrücke. Jedenfalls war ich da nicht
allein. Dafür danke ich Dir. Hier geht es mir gut.
Ich habe keine Schmerzen mehr und bin nicht allein.
Ich werde hier auf Dich warten, dann sind wir alle wieder
vereint. |